Die Myanmar Stiftung unterstützt mehrere Waisenhäuser. Träger von Waisenhäusern in Myanmar sind neben dem Staat, buddhistische Klöster oder kirchliche Institutionen. Verschiedene Faktoren führen dazu, dass es eine recht hohe Zahl von Waisen bzw. Halbwaisen gibt. Zwangsumsiedlungen, Verlust eines Elternteils und damit Entfallen eines Einkommens, aber auch die schlechte Schulausbildung sind die Hauptgründe, ein Kind in ein Heim zu geben, um somit wenigstens eine Grundausbildung zu gewährleisten.
Wir erheben für eine Patenschaft für ein Kind mindestens EUR 360. Mit diesem Betrag werden aber nur die Hälfte der Kosten gedeckt werden. Das Basisbudget finanziert Essen, Kleidung, Schulgeld, Unterbringung sowie medizinische Basisversorgung. Andere Posten wie z.B. Nachhilfeunterricht, Transport zur Schule, Sonderprojekte (z.B. bauliche Maßnahmen an den Waisenhäusern) müssen durch andere Spenden abgedeckt werden.
Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie an der Übernahme einer Patenschaft oder auch der Finanzierung eines Einzelprojektes Interesse haben. Ohne diese Unterstützung sind die von der Myanmar Stiftung betreuten Waisenhäuser nicht in der Lage, die Grundversorgung für die Kinder zu garantieren. Wir halten daher auch die Projektleiter vor Ort an, lokale Unterstützung zu suchen. Die beiden wichtigsten, mit großem persönlichem Engagement unterstützten Projekte sind das ACT und Maubin. Diese beiden Waisenhausprojekte werden von unseren Projektleitern Min Min und Saya Moe vor Ort in Myanmar betreut. Sie besuchen die Projekte regelmäßig, besprechen mit dem Betreuungspersonal anstehende Themen und den erforderlichen Investitionsbedarf und berichten uns über ihren Einsatz. Beide Projektleiter arbeiten schon seit Gründung der Stiftung für diese Projekte.#
Das ACT liegt ca. 50 km nördlich von Yangon in der Nähe von Taiggyi. Im ACT sind bis zu 100 Jungen im Alter von 3 bis zu 17 Jahren untergebracht. Das Haus ist in buddhistischer Trägerschaft, die Kinder werden aber nicht als Mönche erzogen. Maubin ist in katholischer Trägerschaft. Es liegt im Irawadi Delta und ist einer Schule angeschlossen. Dort werden rd. 40 Kinder finanziert.
Die Kinder aus unseren Waisenhäusern konnten, Dank der kontinuierlichen Unterstützung unserer Spender, auch in Zeiten von Schulschließungen, während der Covid-19 Pandemie und nach dem Militärputsch, weiterhin durch Nachhilfelehrer unterrichtet werden. Inzwischen sind die Schulen wieder offen. Aufgrund der Finanzknappheit der Militärs sowie auch der Lehrerknappheit werden teilweise bis zum 100 Kindern in einer Klasse unterrichtet. Das zeigt wie marode das Schulsystem in Myanmar ist und wie wichtig private Initiativen sind.